Bombardier setzt für neue Züge in Südtirol die ITCS-Plattform DatNet von ETC ein

Für die grenzüberschreitenden Verkehre von Italien nach Österreich hat das Land Südtirol beim Schienenfahrzeughersteller Bombardier insgesamt sieben neue Züge des Typs „Talent 3“ bestellt. Die Fahrzeuge besitzen nicht nur die notwendigen drei Antriebs- und Sicherungssysteme, sondern auch ein modernes Echtzeit-Fahrgastinformationssystem.

Für die Digitalisierung der notwendigen Dispositionsprozesse, Anschlusssicherung und Fahrgastinformation setzt Bombardier zusammen mit der Südtiroler Transportstrukturen AG (STA) auf die modulare Plattformlösung DatNet der ETC Solutions GmbH.

Das DatNet, welches durchgehend mehrsprachig arbeitet, stellt dabei alle notwendigen Schnittstellen und Datenflüsse bereit. Insbesondere wird die regionale Echtzeit-, Kommunikations- und Auskunftsplattform (EKAP) über standardisierte Schnittstellen angebunden. Zum Einsatz kommen neben bekannten Schnittstellen wie VDV 462/NeTEx vor allem solche nach der europäischen Norm SIRI, z.B. für die Übertragung von Verspätungsprognosen in Echtzeit (SIRI-ET), Störungsmeldungen (SIRI-SX) oder zur Koordinierung von Anschlüssen (SIRI-CM).

Für die Arbeit in der Leitstelle der STA stehen innovative, webbasierte Oberflächen zur Überwachung, Steuerung und Dokumentation des täglichen Betriebs bereit. Die Kommunikation mit den Fahrzeugen erfolgt durch Einsatz des DatNet ROI (Railway Operation Interface), welches die Echtzeitprognosen, dispositiven Maßnahmen und Informationen zu Anschlüssen in Bombardier-spezifische Fahrzeugtelegramme umwandelt. Dabei wird eine nahtlose Kommunikation mit der Flotte sichergestellt, unabhängig davon in welchem Land die Fahrzeuge aktuell unterwegs sind.

Zukünftig können weitere Funktionalitäten wie eine Live-Auslastungsprognose oder die Anbindung der Systeme der Infrastruktur ÖBB und RFI flexibel in das System integriert werden.

Bombardier Transportation ist ein weltweit führender Hersteller von Mobilitätslösungen und verfügt über ein breites Portfolio in der Bahnbranche. Zur Produktpalette zählen das gesamte Spektrum schienengebundener Fahrzeuge, Fahrzeugkomponenten sowie Signal- und Steuerungstechnik.

Die STA ist als Inhouse-Gesellschaft des Mobilitätsressorts der Südtiroler Landesverwaltung privatrechtlich als AG mit 100prozentiger Beteiligung des Landes Südtirol organisiert. Sie hat sich seit Anfang der 1990er zum kompetenten Partner bei der Planung und Realisierung von innovativen, nachhaltigen und sicheren Mobilitätskonzepten entwickelt.

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„Mit dem RAILTAB haben wir einen entscheidenden Schritt in Richtung Digitalisierung der Kommunikation und der betrieblichen Information für das Zugpersonal, im Sinne der Kundenzufriedenheit, gemacht.“

Claude Schaeffer
Projetkleiter RAILTAB , CFL