Glossar
ÖPNV Begriffe klar erklärt
Von ETCS bis VDV: zentrale Fachbegriffe rund um Betriebssteuerung, Fahrgastinformation und Datenstandards, kurz eingeordnet und mit Praxisbezug.

Anschlusssicherung
Wenn ein Fahrgast umsteigt, wartet das Anschlussfahrzeug, sofern die Verspätung in einem definierten Rahmen liegt. Das System entscheidet automatisch auf Basis definierter Regeln, ob ein Anschluss gehalten oder aufgegeben wird.
In der ETC-Plattform: Die ETC-Plattform berechnet Anschlusshaltezeiten in Echtzeit und kommuniziert die Entscheidung automatisch an das wartende Fahrzeug. Disponenten behalten die Kontrolle, werden aber von Routineentscheidungen entlastet.
Aufgabenträger
Die öffentliche Stelle, die für Organisation und Finanzierung des ÖPNV in einer Region zuständig ist: Landkreis, Stadt oder Verkehrsverbund. Aufgabenträger bestellen Verkehrsleistungen, definieren Qualitätsstandards und überwachen deren Einhaltung.
In der ETC-Plattform: Die ETC-Plattform bietet Aufgabenträgern automatisierte Qualitätsmessung, KPI-Dashboards und vertragskonforme Berichte. Aktuell im Einsatz bei u. a. RMV, BAV Schweiz und VVS Stuttgart.
Barrierefreiheit im ÖPNV
Alle Menschen können den öffentlichen Verkehr selbstständig nutzen, unabhängig von körperlichen, sensorischen oder kognitiven Einschränkungen. Das Personenbeförderungsgesetz verlangt bis 2026 vollständige Barrierefreiheit, auch in der digitalen Fahrgastinformation.
In der ETC-Plattform: Die ETC-Plattform unterstützt digitale Barrierefreiheit mit kontrastreichen Anzeigen, akustischen Ansagen, WCAG-konformen Inhalten und Informationen über barrierefreie Einstiegsmöglichkeiten, alles aus einem System gesteuert.
Bonus-Malus-Regelung
Ein Vertragsmodell zwischen Aufgabenträger und Verkehrsunternehmen: Wird eine vereinbarte Qualität übertroffen, gibt es einen Bonus. Wird sie unterschritten, folgt ein Malus. Das Modell funktioniert nur, wenn die zugrunde liegenden Daten zuverlässig und nachvollziehbar sind.
In der ETC-Plattform: Die ETC-Plattform berechnet Bonus-Malus-Werte automatisch auf Basis validierter Echtzeitdaten. Aufgabenträger und Verkehrsunternehmen greifen auf dieselbe Datenbasis zu, was Diskussionen über Datenqualität eliminiert.
Common Interface (CI)
Eine standardisierte Schnittstelle für den Datenaustausch zwischen EVUs und Infrastrukturbetreibern im europäischen Schienenverkehr, im Rahmen der TAP TSI. Über das CI fließen Echtzeitposition, Prognosen und Trassendaten. Die Alternative wären individuelle Verbindungen zu jedem Infrastrukturbetreiber in jedem Land.
In der ETC-Plattform: Die ETC-Plattform stellt das Common Interface bereit und übernimmt die TAP-TSI-konforme Datenübermittlung, sodass EVUs mit einer einzigen Integration europaweit anbindungsfähig sind.
DAISY (Dynamisches Auskunfts- und Informationssystem)
Der Begriff für die dynamischen Fahrgastanzeiger an Haltestellen und Bahnhöfen im Berliner ÖPNV, die orangefarbenen LED-Tafeln mit Echtzeit-Abfahrten. Die Technik existiert seit über 30 Jahren und muss in moderne Systemlandschaften integriert werden.
In der ETC-Plattform: Die ETC-Plattform ist offen genug, auch ältere Hardware wie DAISY-Anzeiger nahtlos anzusteuern und mit aktuellen Echtzeitdaten zu versorgen, ohne teure Neuanschaffungen.
Datendrehscheibe
Eine zentrale Plattform, die Daten aus verschiedenen Quellen empfängt, zusammenführt und an alle angeschlossenen Systeme weiterverteilt. Ohne sie muss jedes System einzeln verbunden werden, was exponentiell wachsenden Aufwand bedeutet.
In der ETC-Plattform: Die ETC-Plattform fungiert selbst als Datendrehscheibe und bindet gleichzeitig externe Datendrehscheiben auf Landes- und Verbundebene an. Echtzeitdaten fließen standardisiert an Auskunftssysteme, Anzeiger und Apps.
DFI (Dynamische Fahrgastinformation)
Elektronische Anzeiger an Haltestellen und Bahnhöfen, die in Echtzeit anzeigen, wann das nächste Fahrzeug kommt. Im Gegensatz zur statischen Aushangfahrplantafel aktualisieren sie sich laufend und können zusätzlich Störungsmeldungen, Umsteigeempfehlungen und Auslastungsinformationen anzeigen.
In der ETC-Plattform: Die ETC-Plattform steuert DFI-Anzeiger über standardisierte Schnittstellen an und versorgt sie mit Echtzeitprognosen, Störungsmeldungen und Anschlussinformationen aus einer zentralen Datenquelle.
Disposition
Die operative Steuerung des Betriebs in Echtzeit. Disponenten in der Leitstelle reagieren auf Störungen, planen Umleitungen, setzen Ersatzfahrzeuge ein und koordinieren den Betrieb, damit aus kleinen Abweichungen keine großen Probleme werden.
In der ETC-Plattform: Der Dispositionsarbeitsplatz der ETC-Plattform gibt Disponenten Echtzeitübersichten, automatisierte Handlungsvorschläge und digitale Werkzeuge für schnellere Reaktionszeiten bei weniger manuellem Eingriff.
Echtzeitdaten
Informationen, die nahezu ohne Verzögerung erfasst, übertragen und dargestellt werden: aktuelle Fahrzeugposition, Verspätung, Auslastung. Echtzeitdaten entstehen aus GPS, Infrastruktur-Sensoren und Bordrechnern und sind die Grundlage für Fahrgastinformation, Anschlusssicherung und Betriebssteuerung.
In der ETC-Plattform: Die ETC-Plattform sammelt Echtzeitdaten aus allen angebundenen Fahrzeugen, plausibilisiert sie automatisch und verteilt sie an Leitstelle, Fahrgastinformation und Berichtswesen gleichzeitig.
EIU (Eisenbahninfrastrukturunternehmen)
Der Betreiber der Schienen-Infrastruktur: Gleise, Weichen, Signale, Bahnhöfe. In Deutschland vor allem DB InfraGO. EIUs planen Trassen, koordinieren den Zugverkehr und brauchen dafür präzise Daten über Zugzusammensetzungen, Verspätungen und Streckenauslastung.
In der ETC-Plattform: Die ETC-Plattform liefert alle relevanten Daten an EIUs über standardisierte Schnittstellen: Echtzeitpositionen, PTCM, Prognosen und UIC-Telegramme. Verkehrsunternehmen erfüllen damit ihre Meldepflichten automatisiert.
ELA (Elektroakustische Anlage)
Lautsprecher- und Ansage-Systeme an Bahnhöfen und in Fahrzeugen. Über ELA werden Haltestellen-Ansagen, Störungsmeldungen und Sicherheitshinweise akustisch ausgespielt. Ein zentraler Baustein der Barrierefreiheit, der auch Menschen mit Sehbehinderungen oder abgelenkte Fahrgäste erreicht.
In der ETC-Plattform: Die ETC-Plattform koppelt ELA-Systeme direkt an die Leitstelle. Störungsmeldungen werden automatisch als Ansage auf den betroffenen Bahnhöfen und in Fahrzeugen ausgespielt.
Ereignismanagement (Störungsmanagement)
Alle Prozesse und Werkzeuge, mit denen Verkehrsunternehmen auf ungeplante Betriebsereignisse reagieren: Weichenstörung, Fahrzeugausfall, Großereignis. Jede Minute zählt, denn Fahrgäste müssen informiert, Fahrzeuge umgeleitet und Alternativen kommuniziert werden.
In der ETC-Plattform: Die ETC-Plattform ermöglicht es, mit einem einzigen Klick Störungsmeldungen auf alle Kanäle gleichzeitig auszuspielen: Anzeiger, Ansage, App, Social Media. Was früher 30 Minuten dauerte, funktioniert in Sekunden.
ETCS (European Train Control System)
Das europäische Zugbeeinflussungssystem und Kernstück von ERTMS. ETCS ersetzt die über 20 nationalen Zugsicherungssysteme in Europa durch einen einzigen Standard. Es überwacht kontinuierlich Geschwindigkeit und Position eines Zuges und greift bei Bedarf automatisch ein. In Deutschland wird ETCS im Rahmen der „Digitalen Schiene Deutschland" großflächig ausgerollt.
In der ETC-Plattform: Die ETC-Plattform ist nicht Teil des ETCS-Sicherungssystems, aber ein zentraler Baustein im Ökosystem ETCS-fähiger Fahrzeuge. Bei ETCS-Umrüstungen oder Ersatzflotten übernimmt sie die betriebliche Integration: Fahrgastinformation, Echtzeitdaten und Leitstellenanbindung funktionieren vom ersten Tag an – unabhängig davon, ob das Fahrzeug auf ETCS- oder konventionellen Strecken unterwegs ist.
EVU (Eisenbahnverkehrsunternehmen)
Ein Unternehmen, das Eisenbahnverkehrsleistungen erbringt und Züge auf dem Netz eines Infrastrukturbetreibers fahren lässt. In Deutschland gibt es neben der Deutschen Bahn über 100 private EVUs, die einen Großteil des Regionalverkehrs bedienen.
In der ETC-Plattform: 98 % der deutschen privaten Eisenbahnverkehrsunternehmen nutzen die ETC-Plattform. Gerade für kleinere EVUs ist die standardisierte Lösung entscheidend: PTCM-Übermittlung, Echtzeitdatenlieferung und Qualitäts-Reporting laufen schlank und automatisiert.
Fahrgastinformation (FIS)
Alle Wege, auf denen Reisende über den ÖPNV informiert werden: dynamische Anzeigen am Bahnsteig, Durchsagen im Fahrzeug, App-Benachrichtigungen, Social Media und Webseiten. FGI ist gesetzlich geregelt und ein entscheidender Faktor für Fahrgastvertrauen.
In der ETC-Plattform: Die Fahrgast-Ebene der ETC-Plattform bespielt alle FGI-Kanäle aus einer einzigen Quelle: Onboard-TFT, Stationsanzeiger, DB RIS, http://bahn.de , Google Maps und Social Media. Ein Klick in der Leitstelle, und die Information ist überall.
Fahrzeughersteller
Unternehmen, die Fahrzeuge für den ÖPNV entwickeln und bauen z. B. Triebzüge, Lokomotiven, Busse oder Straßenbahnen, inklusive der verbauten Onboard‑Systeme (Infotainment, Diagnose, Steuertechnik). Sie müssen Fahrzeuge so ausrüsten, dass sie sich nahtlos in die Leitstellen- und IT‑Systeme der betreibenden Verkehrsunternehmen integrieren lassen.
In der ETC-Plattform: Die ETC-Plattform stellt eine standardisierte Middleware zwischen Fahrzeug und Leitstelle bereit. Fahrzeughersteller binden ihre Onboard‑Systeme einmal an die Plattform an und können damit mehrere Betreiber bedienen – inklusive Fahrgastinformation, Diagnosedaten und standardisierten Schnittstellen.
Formationsdaten
Beschreiben den Aufbau eines Zuges: Wagen, Triebfahrzeuge, Reihenfolge, Position der 1. Klasse, Speisewagen, barrierefreier Einstieg. Grundlage für präzise Wagenstandanzeiger. Mit VDV 454 Version 3.1 und PTCM erstmals standardisiert und in Echtzeit austauschbar.
In der ETC-Plattform: Die ETC-Plattform verwaltet Formationsdaten zentral und übermittelt sie über VDV 454 und PTCM an Infrastrukturbetreiber und Auskunftssysteme. Fahrgäste erhalten so korrekte Wagenstandinformationen in Echtzeit.
Interoperabilität
Die Fähigkeit verschiedener Systeme, Plattformen und Technologien, nahtlos miteinander zu arbeiten, auch wenn sie von unterschiedlichen Herstellern stammen oder in verschiedenen Ländern betrieben werden. Im ÖPNV die Voraussetzung dafür, dass Daten zwischen Verkehrsunternehmen, Aufgabenträgern und Infrastrukturbetreibern fließen können.
In der ETC-Plattform: Die ETC-Plattform ist auf Interoperabilität ausgelegt: offene Standards (VDV, railML®, GTFS, SIRI, UIC), standardisierte APIs und eine Integrationsschicht, die Bestandssysteme ebenso anbindet wie neue Technologien.
ITCS (Intermodal Transport Control System)
Ein rechnergestütztes Betriebsleitsystem und das digitale Herzstück jeder Leitstelle. Es überwacht in Echtzeit, wo sich Busse, Bahnen oder Fähren befinden und ob sie fahrplangerecht unterwegs sind.
In der ETC-Plattform: Die Betriebsebene der ETC-Plattform bildet ein vollständiges ITCS ab: Leitstellenarbeitsplatz, Echtzeit-Verkehrsübersicht, Dispositionswerkzeuge und automatische Prognosen in einem System.
Kommunaler Verkehrsbetrieb
Ein Verkehrsunternehmen in kommunaler oder kommunalmehrheitlicher Trägerschaft, das Bus-, Tram- oder U‑Bahn‑Verkehre in einer Stadt oder Region betreibt. Kommunale Betriebe verantworten den täglichen Betrieb, Fahrgastinformation, Infrastruktur vor Ort und stehen im direkten Austausch mit Bürger:innen und Politik.
In der ETC-Plattform: Kommunale Verkehrsbetriebe nutzen die ETC-Plattform als zentralen Datenhub für ihre multimodalen Netze: Leitstelle, Fahrzeuge, Fahrgastinformation, Haltestellenmanagement und Reporting greifen auf eine gemeinsame Datenbasis zu. So lassen sich Betrieb, Information und Qualität transparenter steuern und gegenüber Aufgabenträgern nachweisen.
Over-the-Air-Update (OTA)
Software oder Daten werden kabellos über Mobilfunk oder WLAN direkt auf Geräte im Fahrzeug aufgespielt. Kein Techniker vor Ort, kein Werkstattaufenthalt. Ideal für kurzfristige Änderungen wie Haltestellenumbenennungen, Linienweganpassungen oder Störungsmeldungen.
In der ETC-Plattform: Die ETC-Plattform verteilt Fahrplandaten, Ansagedateien und Streckentopologien per OTA an die gesamte Flotte. Änderungen werden einmal zentral eingegeben und automatisch auf alle Bordrechner, Anzeiger und Ansage-Systeme übertragen.
Perlschnurdarstellung
Eine grafische Darstellung der Haltestellen einer Linie als Kette von Punkten. Sie zeigt dem Fahrgast auf einen Blick, wo er sich befindet und welche Haltestellen noch kommen. Die Perlschnur ist der Standard der Onboard-Fahrgastinformation, bekannt aus ICE und U-Bahn.
In der ETC-Plattform: Die ETC-Plattform erzeugt die Perlschnurdarstellung für Onboard-TFT-Anzeigen automatisch aus den Fahrplan- und Streckendaten, VDV 713-konform und individuell anpassbar je Betreiber.
Prognoseberechnung
Die Vorausberechnung, wann ein Fahrzeug tatsächlich an einer Haltestelle ankommt, basierend auf aktueller Position, Geschwindigkeit, bekannten Haltezeiten und Verkehrslage. Fortschrittliche Systeme lernen aus historischen Daten und berücksichtigen Wochentage, Wetter und Großveranstaltungen.
In der ETC-Plattform: Die Prognoseberechnung der ETC-Plattform nutzt Big-Data-Ansätze und KI-Algorithmen, um Ankunftszeiten mit wachsender Genauigkeit vorherzusagen. Die Ergebnisse fließen direkt in die Fahrgastinformation und die Dispositionsentscheidungen.
PTCM (Passenger Train Composition Message)
Eine standardisierte Meldung über die Zugzusammensetzung: Wagen, Triebfahrzeuge, Position der 1. Klasse, Fahrradbereich, barrierefreier Einstieg. Seit Dezember 2025 ist die PTCM-Übermittlung an DB InfraGO für alle EVUs verpflichtend.
In der ETC-Plattform: Die ETC-Plattform generiert und übermittelt PTCM-Daten automatisch aus den vorhandenen Fahrzeug- und Umlaufdaten. Verkehrsunternehmen erfüllen damit die gesetzliche Pflicht ohne zusätzlichen manuellen Aufwand.
QMS (Qualitätsmanagementsystem)
Ein systematischer Ansatz, um die Qualität von Verkehrsleistungen zu messen, zu bewerten und zu verbessern: Pünktlichkeit, Ausfallquote, Kundenzufriedenheit. Aufgabenträger verlangen QMS-Daten für Bonus-Malus-Regelungen in Verkehrsverträgen.
In der ETC-Plattform: Die ETC-Plattform ersetzt manuelle Excel-Reports durch automatisierte, standardisierte Qualitätsberichte. Die Daten werden direkt aus dem Betrieb erfasst und liefern eine gemeinsame, anerkannte Grundlage für Aufgabenträger und Verkehrsunternehmen.
Single Point of Truth
Alle Informationen stammen aus einer einzigen, zentralen Quelle. Keine widersprüchlichen Daten, keine parallelen Excel-Listen. Im ÖPNV besonders wichtig, weil viele Akteure mit denselben Daten arbeiten: Leitstelle, Werkstatt, Fahrgastinformation, Management.
In der ETC-Plattform: Die ETC-Plattform ist als zentrale Datendrehscheibe konzipiert. Fahrplandaten, Echtzeitdaten und Betriebsinformationen werden einmal erfasst und stehen sofort allen angeschlossenen Systemen und Nutzern zur Verfügung.
Soll-Ist-Vergleich
Der Vergleich zwischen geplantem Fahrplan (Soll) und tatsächlichem Betriebsgeschehen (Ist). Wo weicht der Betrieb ab? Welche Linien sind pünktlich? Grundlage für Qualitätsberichte, Bonus-Malus-Regelungen und fundierte Managemententscheidungen.
In der ETC-Plattform: Die ETC-Plattform visualisiert Soll-Ist-Abweichungen live auf Karten und Bildfahrplänen. Im Nachgang werden die Daten automatisch für vertragskonforme Berichte aufbereitet, ohne manuelles Zusammenstellen in Excel.
TAP TSI (Telematic Applications for Passenger Services)
Ein EU-Regelwerk, das den digitalen Datenaustausch im europäischen Schienenverkehr standardisiert. Züge fahren über Ländergrenzen, und TAP TSI stellt sicher, dass Fahrpläne, Echtzeitdaten und Zugzusammensetzungen europaweit austauschbar sind.
In der ETC-Plattform: Die ETC-Plattform unterstützt TAP TSI-konforme Schnittstellen und ermöglicht EVUs die regelkonforme Datenübermittlung an europäische Infrastrukturbetreiber, ohne spätere Nachrüstungen.
Umlaufplanung
Bestimmt, welches Fahrzeug welche Fahrten an einem Tag durchführt. Ein Umlauf beschreibt den gesamten Tagesablauf eines Fahrzeugs, von der Ausfahrt aus dem Depot über alle Fahrten bis zur Rückkehr. Effiziente Umlaufplanung spart Kosten durch weniger Leerfahrten und bessere Fahrzeugauslastung.
In der ETC-Plattform: Die ETC-Plattform importiert Umlaufdaten aus gängigen Planungssystemen und nutzt sie als Grundlage für die Echtzeit-Disposition, Fahrzeugzuordnung und Energieverbrauchsprognose.
Verkehrsunternehmen
Das Unternehmen, das den ÖPNV tatsächlich betreibt: Busse, Bahnen, Straßenbahnen oder Fähren. PTOs halten den Betrieb am Laufen, müssen Qualitätsanforderungen der Aufgabenträger erfüllen und gleichzeitig wirtschaftlich arbeiten.
In der ETC-Plattform: Über 120 Verkehrsunternehmen in 7 Ländern nutzen die ETC-Plattform für Betriebssteuerung, Fahrgastinformation und automatisiertes Reporting an ihre Aufgabenträger.
VDV 453 / VDV 454
Schnittstellenstandards des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen. Sie regeln, wie Betriebsdaten und Fahrgastinformationen zwischen Systemen ausgetauscht werden, etwa zwischen Leitsystem und Auskunftsplattform. Die aktuelle Version 3.1 ermöglicht erstmals auch die Übertragung von Formationsdaten.
In der ETC-Plattform: Die ETC-Plattform unterstützt VDV 453 und 454 nativ. Über diese Schnittstellen liefert sie Echtzeitdaten an Auskunftssysteme, Aufgabenträger und Datendrehscheiben, ohne zusätzlichen Konfigurationsaufwand.
VDV 713
Ein Standard für die visuelle Fahrgastinformation in Fahrzeugen. Er definiert, wie Inhalte auf Monitoren dargestellt werden: Perlschnur, Liniensymbole, Umsteigehinweise. Einheitlichkeit über alle Verkehrsmittel hinweg, damit sich Fahrgäste sofort zurechtfinden.
In der ETC-Plattform: Die Onboard-Infotainment-Systeme der ETC-Plattform setzen VDV 713 vollständig um und sind gleichzeitig offen genug, um individuelle Gestaltungswünsche der Betreiber abzubilden.
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